Tim Heinemann krönt sich zum Champion der DTM Trophy
HP Racing International gewinnt die Teammeisterschaft

Das Team HP Racing International ist mit dem Spitzenreiter Tim Heinemann und einem großen Punktevorsprung sowohl in der Fahrer- als auch in der Teamwertung zum ehemaligen Formel-1-Kurs nach Zolder angereist.

Trotz diesem Punktepolster wurde in den freien Trainings alles unternommen, um gut vorbereitet in das erste Qualifying zu gehen. Im Vorfeld wusste man schon, dass der Audi R8 LMS nur sehr schwer zu knacken sein wird, da dieser vor allem auf der Geraden enormen Speed zeigte. Mit einer großartigen Runde fehlten Tim Heinemann schließlich nur 0,09 Sekunden zur Pole Position, holte aber damit zwei wertvolle Punkte für die Meisterschaft.

Ein überaus langsamer, fliegender Start war für den Mercedes-AMG-Piloten gerade nicht von Vorteil, da sein Bolide mit weniger Leistung, bedingt durch die Balance of Performance, sehr schwer aus dem Startprozedere herauskam. Heinemann fiel zwischenzeitlich auf Rang 5 zurück, beendete die erste Runde aber wieder an der 3. Position, die er bis zur Ziellinie behalten konnte.

Mit diesem 3. Platz krönte er sich bereits frühzeitig zum Champion der neuen DTM Trophy. „Ein Traum wird wahr. Die lange, harte Arbeit hat sich gelohnt. Sechs Rennen in Folge zu gewinnen und jetzt den Titel einer neuen Serie zu holen, fühlt sich einfach unglaublich an“, so ein glücklicher Tim Heinemann. Als Draufgabe bedeutete diese Podiumsplatzierung für das Team HP Racing International auch den frühzeitigen Gewinn der Teammeisterschaft. Leider blieb dem Team nicht viel Zeit diesen Mega-Erfolg zu feiern, stand doch tags darauf ein weiterer Saisonlauf auf dem Programm.

Die Schwierigkeit, den Reifen hundert Prozent zum Arbeiten zu bringen, war durch die niedrigen Temperaturen während dem ganzen Wochenende ein großes Thema. Im zweiten Qualifying geriet man ein wenig aus diesem Temperaturfenster heraus und musste sich mit Startplatz 6 begnügen.

Nach einem reibungslosen Start ins zweite Rennen konnte sich der Polesetter Lucas Mauron (Audi) absetzen. Dahinter entwickelte sich zwischen den Positionen zwei und fünf ein packender Vierkampf, indem auch der frisch gekürte Champion Heinemann involviert war. Kurz vor Ende des Rennens sorgte eine Ölspur auf der Strecke für Aufsehen und mehrere Quersteher. Auch Heinemann verlor nach einem kurzen Ausritt neben die Strecke zwei Positionen und sah schließlich als Sechster die Zielflagge.

Voller Stolz verlies das Team HP Racing International das belgische Zolder, in der Geschichte geschrieben wurde. Die Krönung einer „außergewöhnlichen“ Saison mit dem Gewinn der Fahrer- und Teammeisterschaft. Viele Faktoren passten in der DTM Trophy-Debütsaison perfekt zusammen: Kommunikation, Strategie, Teamarbeit und ein top vorbereiteter Tim Heinemann. „Ich bin mächtig stolz, dass jeder so akribisch bis zum Titelgewinn gearbeitet hat und jetzt schon alle voll auf das Hockenheim-Finale fokussiert sind“, so Teammager Daniel Weber.