Pole Position und Saisonsieg am Sachsenring
Hari Proczyk holt insgesamt zehnten Sieg in der ADAC TCR Germany

Auf dem sächsischen Traditionskurs fanden die Läufe sieben und acht der ADAC TCR Germany statt. Enge Kurven, Hochgeschwindigkeitspassagen und hügeliges Gelände wechseln sich auf der 3,645 Kilometer langen Strecke ab.

Die beiden HP Racing International-Piloten Hari Proczyk und Jan Seyffert waren in den freien Trainings speziell auf Longruns fokussiert.

Für das Qualifying legte man verschiedene Strategien fest: während Seyffert auf Zeitenjagd geschickt wurde, war für Proczyk eine gute Ausgangsposition für das zweite Rennen von Bedeutung. Dieser musste nach dem Hockenheim-Wochenende den Motor wechseln, was laut Reglement automatisch zu einer Rückversetzung an das Ende der Startaufstellung für Rennen 1 bedeutete.

Jan Seyffert setzte im Qualifying sein Vorhaben perfekt um und holte die erste Pole Position in seiner noch jungen Rennfahrer-Karriere. Beim Start verlor Seyffert kurzzeitig die Spitzenposition, nach einem Ausritt eines Konkurrenten war der junge Stuttgarter aber schnell wieder in Führung.

Danach kam Honda-Pilot Dominik Fugel in der Folge immer näher an Seyffert heran und übernahm in Runde 7 die Spitze. Pole-Setter Seyffert war bis zwei Runden vor Schluss auf Podiumskurs, als ihn ein Reifenschaden auf Platz 5 zurückfallen ließ. Der vom letzten Platz startende Proczyk zeigte ein starkes Rennen und wurde Vierter.

Die an beiden Hyundai i30 N auftretenden Reifenprobleme wurden analysiert und das Setup komplett verändert, um die Vorderräder für das zweite Rennen länger am Leben halten zu können.

Mit einem Katapultstart im zweiten Rennen setzte sich Proczyk von Startplatz 4 kommend schon vor dem Einlenken in die erste Kurve in Führung. Dies war auch der Schlüssel zu seinem insgesamt zehnten Sieg in der ADAC TCR Germany.

Auch während dem gesamten Rennverlauf konnte Proczyk den Speed halten und gab den hinter ihm fahrenden Tabellenführer Dominik Fugel nie die Gelegenheit, in Angriffsposition zu kommen.

Seyffert hatte nach einem guten Start in der ersten Kurve etwas Pech und wurde von Kontrahenten eingeklemmt. Nach einer schwierigen Anfangsphase kämpfte er sich Schritt für Schritt nach vorne und holte mit Rang 5 das Maximum an diesem Renntag heraus. Bei Betrachtung der Reifenbilder nach dem Rennen konnte man an beiden Boliden zufrieden feststellen, dass die richtigen Schritte zum Reifenthema eingeleitet wurden.

Mit der erreichten Pole Position von Jan Seyffert und dem Rennsieg von Hari Proczyk zog Teammanager Daniel Weber zufrieden Bilanz und lobte vor allem die Teamarbeit von HP Racing International, welche mit der Führung in der Teamwertung belohnt wird.

Knapp nach Halbzeit der Meisterschaft liegt Seyffert auf Gesamtrang 4 und Proczyk auf Rang 2, der sich schon auf die kommenden Heimrennen auf dem Red Bull Ring freut.