Proczyk siegt am Nürburgring
Starke Performance von Jan Seyffert mit den Rängen fünf und vier

Auf die Traditionsstrecke mitten im Grünen der Eifel ging es am vergangenen Wochenende am Nürburgring zur zweiten Station der ADAC TCR Germany.

Gefahren wurde auf der 3,629 Kilometer langen Sprintstrecke mit der Formel-1-Schikane. Wie zuletzt auf dem Lausitzring werden die Rennen nach einem vom ADAC GT Masters entwickelten und behördlich genehmigten Infektionsschutzkonzept ausgetragen.

Im Testprogramm des Team HP Racing International wurden viele Setups durchgespielt und man konzentrierte sich vor allem auf die Longruns.

Pech hatte Jan Seyffert im ersten Qualifying, als ihm lediglich 0,023 Sekunden zum Einzug ins zweite Qualifying fehlten. In diesem, für die Startaufstellung entscheidenden, Qualifying zeigte Hari Proczyk all sein Können und musste sich nur um 17 Tausendstel Sekunden dem ungarischen Tourenwagen-Weltmeister Michelisz geschlagen geben.

Beim Start hatte Proczyk die Führung übernommen, musste jedoch wegen eines Frühstarts eine Durchfahrtsstrafe durch die Boxengasse antreten und rutschte damit ans Ende des Feldes. „Die Freude über die erste Startreihe war groß, und dann passiert mir dieser klare Fehlstart. Ich habe mich wahnsinnig darüber geärgert“, so Proczyk.

Im Kampf um Platz 6 lieferte sich Seyffert rundenlang ein Duell mit dem VW-Piloten Rene Kircher und behielt bis zur Ziellinie die Oberhand.

Währenddessen zeigte Proczyk eine starke Aufholjagd: Nach seiner Durchfahrtsstrafe arbeitete sich der Österreicher mit schönen Manövern vom Ende des Feldes noch bis auf Platz neun nach vorne. Durch eine nachträgliche Disqualifikation des Zweitplatzierten Mike Halder wurden es schließlich die Ränge fünf und acht für die beiden HP Racing International-Piloten. Den Sieg feierte FIA WTCR-Champion Norbert Michelisz (HUN).

Die Entscheidung der Rennleitung, die eine Disqualifikation im Fall Halder aussprach, hat der gesamten Rennserie einen Riesenschaden hinzugefügt. Das Team HP Racing International hofft, dass in Zukunft solche fatalen Fehlentscheidungen nicht mehr vorkommen.

Das zweite Rennen war für beide HP Racing International-Piloten sehr erfolgreich. Proczyk, der von Startplatz 4 ins Rennen ging, merkte von Anfang an, dass an diesem Tag der Speed seines Hyundai i30 N perfekt passt. Zur Rennmitte, als er bereits auf Rang zwei lag, musste der Führende Antti Buri eine Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts antreten und so übernahm Proczyk die Führung. Der auf mittlerweile Rang zwei liegende Vortagessieger Michelisz konnte Proczyk an seinem insgesamt 9. Sieg in der ADAC TCR Germany nicht hindern.

Teamkollege Seyffert zeigte erneut ein starkes Rennen und schrammte mit Rang 4 nur knapp an seinem ersten Podestplatz vorbei. Mit diesen Erfolgen belegen die beiden HP Racing International-Piloten die Plätze 2 und 3 in der Gesamtwertung.

Auch Teammanager Daniel Weber lobte die perfekte Leistung seiner ganzen Mannschaft und kann sich über die Führung in der Teamwertung besonders freuen.